Schmilka e.VSchmilka, auch Schmilkau, im Volksmunde "In der Schmilke" genannt. Der Name ist slavischen Ursprungs. Anscheinend nach einem Flurstück benannt, anderen Behauptungen zufolge von Schmilkova, was Pechsiederei bedeutet, auch von Smolak was der Pechschaber heißt. 1547 hatte Schmilka noch keine Häuser. In dem Amtserbuch von Hohnstein zinst ein Peter Gluck für Wiesen in Schmilka, es werden derer sieben benannt. Im Heimatmuseum Bad Schandau hängt eine Karte von unserem Gebiet vom Jahre 1592, auf dieser ist Schmilka noch nicht bezeichnet.Lediglich Boslawitz (Postelwitz), die guten Bierwände, großer und kleiner Winterberg und Fischers Grund. Doch wird in den Schandauer Kirchenbüchern 1582 Schmilka mit einigen Namen erwähnt, unter anderem ein Jakob Herschel, dessen Nachkommen noch heute hier leben, es ist also das älteste, hier lebende Geschlecht. Das Geburtsjahr unserer Ortschaft ist demnach um das Jahr 1580.1612 hatte Schmilka vier Häuser. Ein Hausierer brachte die Pest nach Schmilka. Es starben vier Personen und wurden am Orte begraben.Bei Erdarbeiten am Grundstück Nr. 26 fand man ein Skelett, was anscheinend davon herrührt. 1652 kamen aus Böhmen wegen ihres Glaubens verfolgte, sogenannte Exulanten, die sich hier ansiedelten. Es waren 12 Familien mit Namen Kühnel, Richter, Hensel, Hanke, Protze, Ahnesorge, Peschke und Dietrich. 1698 standen hier 13 Häuser. 1785 waren es derer 18.1840 hatte Schmilka 9 Gärtner (Hausbesitzer mit Garten), 12 Häusler und 121 Einwohner.1900 hatte es 42 Häuser und 283 Einwohner. Schon 1910 hatte es 310 Einwohner.1953 waren es 64 Häuser, 8 Wochenendhäuser und 380 Einwohner. Der höchste Stand war 1946 mit 465 Einwohnern. Die Bewohner des Winterberges sind immer mit einbegriffen. 1852 beantragte Schmilka die Trennung von Postelwitz, nachdem schon seit 1802 die Schul – und Armenkasse nicht mehr gemeinsam geführt wurde. Dagegen wurden die Fährgelder, das Horzelgeld, die Gärtelzinsen und Holzniederlagsgebühren gemeinschaftlich verrechnet. 1855 wurde die Trennung von der Regierung genehmigt. Schmilka erhielt von der Horzelgeldrente 4 Taler und 15 Groschen. Postelwitz und Schmilka führten öfter Prozesse gegen die Forstverwaltung wegen Grenzfragen. Die Angelegenheit wurde dann bereinigt, das statt des Debutatholzes eine einmalige Abfindungssumme von 4000 Talern gezahlt wurde. Es entfiel auf jedes Haus 60 Taler, 18 Groschen und 1 Pfennig. Schmilka, der Grenzort nach Tschechien an der Elbe auf 117 m Höhe, gehört seit dem 1. Januar 1973 zu Bad Schandau. Das Dorf der Elbschiffer, Flößer, Steinmetze, Köhler, Pechsieder und Waldarbeiter wurde 1582 erstmals erwähnt. Kleine Fachwerkhäuser beherrschen noch jetzt die Fassaden. 2009 zählte Schmilka 137 Einwohner (1999: 169 Einwohner).Der Ilmenbach treibt die nur wenige Meter unterhalb der Quelle liegende Schmilksche Mühle an. Im Jahr 1665 erbaut, zählt sie zu den ersten Gebäuden von Schmilka. Der Betrieb wurde im 19. Jahrhundert eingestellt. Im Jahr 2007 jedoch konnte die Mühle wieder funktionstüchtig gemacht werden. Als Vorbild dienten historische Ansichten, darunter ein Kupferstich von Adrian Ludwig Richter. Richter war einer der Künstler, die vor ca. 200 Jahren auf dem sogenannten Malerweg in die Sächsische Schweiz wanderten. Der Malerweg führt direkt an der Mühle vorbei. Die Schmilksche Mühle wird traditionell zum Mühlenfest, das jedes Jahr zu Pfingsten stattfindet, in Betrieb genommen. In der Mühle befindet sich auch ein Ferienhaus, das "Mühlchen", welches als Urlaubsquartier genutzt werden kann.Quellen: Schmilkaer Ortschronik, Wikipedia